In den letzten Jahren konnte der Rückgang der Einwohnerzahl gestoppt werden. Von 2012 bis 2015 hat sich die Zahl der Einwohner um 436 Personen erhöht; nimmt man nur den Wanderungssaldo, also Zuzüge minus Wegzüge, dann sind in diesem Zeitraum über 900 Menschen mehr nach Helmstedt gekommen, als von Helmstedt weggezogen sind. Von einer „sterbenden Stadt“, wie so manche unken, kann also überhaupt keine Rede sein.

Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, alles zu tun, dass junge Familien Wohnraum in Helmstedt finden und ältere Menschen nicht wegziehen. Insofern ist das Mega-Projekt von Kreiswohnungsbau, DRK und Stadt auf den Edelhöfen ein ganz wichtiger Baustein für die Zukunft der Innenstadt. Es war die SPD-Fraktion, die sich bereits im Januar 2014 als erste Partei ganz entschieden für dieses Projekt ausgesprochen hatte, um endlich den jahrzehntelangen Stillstand auf diesem Gelände zu beenden. Bis zum Jahr 2019 soll ein lebendiges Stadtquartier entstehen, das sich durch eine Mischung der Generationen auszeichnet. Betreutes Wohnen und andere zeitgemäße Formen der Seniorenpflege gibt es neben Angeboten, die Singles und junge Familien ansprechen. Neben Lebensmittelgeschäft, Kinderbetreu­ung, Grünanlagen und Spielplatz könnte idealerweise auch Gastronomie, ein Veranstaltungssaal und ein Hotel dazu kommen. Läuft alles wie geplant, beträgt der Anteil der Stadt bei Gesamtkosten von 28,7 Mill. € „nur“ 830 000 €.

Nachdem die vom Rat bei nur einer Stimmenthaltung beschlossene Fusion mit der Samtgemeinde Nord-Elm am Widerstand einer Minderheit aus Nord-Elm gescheitert ist, hat Helmstedt wieder Verhandlungen mit Büddenstedt aufgenommen. Für diese Fusion gibt es zwei wichtige Gründe:

In den nächsten Jahren wird es zu einer notwendigen Gebiets- und Verwaltungsstrukturreform kommen. Daher muss die Kreisstadt Helmstedt in ihrer Funktion als Mittelzentrum erhalten und gestärkt werden. Dazu muss Helmstedt größer werden. Dieser Erhalt der kommunalen Leistungskraft in wirtschaftlicher, kultureller, schulischer und medizinischer Hinsicht liegt auch zwingend im wohlverstandenen Interesse unserer Nachbargemeinden.

Zum Anderen bietet Büddenstedt mit seinem Anteil am Lappwaldsee und dem Gebiet vom Kraftwerk Buschhaus für die neue Stadt Helmstedt wichtige Entwicklungsmöglichkeiten für Tourismus und Wirtschaft.

So wie andere Städte (z. B. Schöningen als „Stadt der Speere“) ihr Image sehr erfolgreich entwickelt haben, muss auch Helmstedt mit einer unverwechselbaren Identität in Verbindung gebracht werden. Unser vom Rat fast einstimmig beschlossenes Konzept „Helmstedt – Stadt der deutschen Einheit“ besitzt einen hohen Alleinstellungscharakter und kann sich zu einem wirklichen Magneten im Tourismus entwickeln.

 

Das haben wir erreicht:
  • Wir haben uns schon sehr frühzeitig dafür eingesetzt, dass das Mega-Projekt „Edelhöfe“ verwirklicht wird.
  • Unser Fraktionsvorsitzender Uwe Strümpel hat maßgeblich zur Gründung einer „Taskforce“ beigetragen, die die Nachnutzung des Buschhaus-Geländes verwirklichen soll.
  • Mit unserem Konzept „Helmstedt – Stadt der deutschen Einheit“ entwickeln wir den Markenkern der Stadt.

 

Das wollen wir erreichen:
  • Wir wollen dafür sorgen, dass ggf. auch unabhängig von Bundesmitteln auf den Edelhöfen ein lebendiges, neues Stadtquartier für alle Generationen entsteht.
  • Wir unterstützen die Bestrebungen für eine Fusion mit Büddenstedt, die eine positive Entwicklung für alle Beteiligten sicherstellen soll.
  • Wir unterstützen die Bemühungen der gemeinsamen Arbeitsgruppe Revier  für eine industrielle Folgenutzung des Buschhaus-Geländes.
  • Wir wollen das Leader-Förderprogramm nutzen, um z.B die Attraktivität von Bad Helmstedt zu erhöhen.
  • Wir arbeiten dafür, dass die Stadt in ihrer Funktion als Mittelzentrum gestärkt wird.
  • Wir werden dafür sorgen, dass Helmstedt als „Stadt der Einheit“ seine aktuelle Bedeutung in den Mittelpunkt stellt und verfolgen entschieden das Projekt „Erlebniszentrum Deutsche Einheit“.

 

 

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