So wichtig dieser Bereich ist, so ist der Einfluss doch begrenzt, den Rat und Verwaltung bei der Ansiedlung neuer Unternehmen und Betriebe haben. Doch auch diesen geringen Einfluss gilt es, intelligent und kreativ zu nutzen.

Das vorzeitige Aus für das Kraftwerk Buschhaus und die Krise bei VW stellen Politik und Wirtschaft vor besondere Herausforderungen. Auf Initiative unseres Landtagsabgeordneten Uwe Strümpel und des Ersten Kreisrats Hans Werner Schlichting ist die Arbeitsgruppe „Helmstedter Revier“ gebildet worden. Unter der Regie des Wirtschaftsministeriums werden Konzepte entwickelt, wie sich der Wegfall des Braunkohle-Abbaus und das vorzeitige Ende des Kraftwerks Buschhaus kompensieren lassen. Das Areal des Helmstedter Reviers im Bereich des vor der Schließung stehenden Kraftwerkes Buschhaus ist prädestiniert für eine industrielle Folgenutzung.

Auf Initiative des Ersten Kreisrats Hans Werner Schlichting und in Kooperation mit der WOB AG hat der Landkreis Helmstedt als Grundeigentümer Pläne für ein neues Gewerbegebiet bei Barmke, Rennau und Rottorf entlang der A2 vorgestellt. Auf einem Areal von 46 Hektar könnten nach den ersten Planungen ein Logistikzentrum, eine Tank- und Rastanlage, ein Fastfood-Restaurant, ein Hotel und eine Kartbahn entstehen. So besteht die konkrete Möglichkeit, dass mindestens 360 neue Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen werden.

Länderübergreifende Projekte (z.B. im Tourismus) müssen von den Vertretern der betroffenen Kommunen und Gebietskörperschaften gemeinsam erarbeitet und umgesetzt werden. In der Region Braunschweig ist Helmstedt nur Randgebiet; in einer Zusammenarbeit mit dem benachbarten Bördekreis in Sachsen-Anhalt rückt Helmstedt ins Zentrum und könnte die Randlage überwinden.

 

Das haben wir erreicht:
  • Dank des Einsatzes unseres Landtagsabgeordneten Uwe Strümpel ist die Aufnahme in das LEADER-Förderprogramm
  • Allein mit Hilfe der europäischen Förderprogramme konnten in der abgelaufenen Förderperiode mit Hilfe der städtischen Wirtschaftsförderung 132 Arbeitsplätze gesichert und 78 neu geschaffen werden. Viele der geförderten Betriebe sind inzwischen deutlich gewachsen und haben weitere neue Arbeitsplätze geschaffen.
Das wollen wir erreichen:
  • Wir wollen die Möglichkeiten der Förderung durch das LEADER-Projekt nutzen für Maßnahmen in Emmerstedt (Umbau des Mehrzweckhauses), in Barmke (Umgestaltung der Dorfmitte zu einem Kommunikationsplatz für mehrere Generationen, Schützenhaus), im Brunnental (technische Sanierung Brunnentheater, Musikmuschel, Gastronomie), sowie für das Waldbad/Kletterwald, für die Verbesserung von Radwegeteilstrecken und für Maßnahmen am Lappwaldsee.
  • Wir unterstützen vorbehaltlos die Anstrengungen der Arbeitsgruppe „Helmstedter Revier“, ein industrielle Nachnutzung für das Buschhaus-Gelände zu entwickeln. Hier müssen alle Parteien an einem Strang ziehen, um in Zusammenarbeit mit Gewerkschaft und Politik das Maximum für unsere Region zu erreichen.
  • Wir unterstützten die Pläne für ein neues Gewerbegebiet entlang der A 2, das mindestens 360 neue Arbeitsplätze bieten soll. Voraussetzung ist allerdings, dass u.a. durch geeignete Schallschutzmaßnahmen die Belastung durch zusätzlichen Verkehr für die Anlieger so gering wie möglich gehalten wird. Darüber hinaus sollte das Areal ressourcenschonend und mit regenerativen Energien betrieben werden und für die Kartbahn Fahrzeuge mit Elektromotoren genutzt werden. Möglichkeiten, die neu zu schaffenden Arbeitsplätze bevorzugt mit Menschen aus unserer Region zu besetzen, sollen genutzt werden.
  • Als unabdingbare Voraussetzung einer erfolgreichen Wirtschafts- und Strukturpolitik müssen klare Strukturen geschaffen werden, die kreisweit, kreis- und länderübergreifend arbeiten. Wir wollen keine Personaleinsparungen bei der notwendigen Wirtschaftsförderung der Stadt.
  • Wir wollen, dass die Kontakte zu den wichtigen Unternehmen unserer Region intensiviert werden, um erfolgreicher für die Neuansiedlung und den Erhalt von Arbeitsplätzen zu werben. Insbesondere die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit VW müssen intensiviert werden. Auch im Dienstleistungs- und Forschungsbereich müssen Kontakte zu den Hochschulen unserer Region geknüpft und ausgebaut werden. Dabei wäre auch daran zu denken, Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten für Studenten anzubieten.
  • Entlang der Autobahn sollen neue Werbetafeln auf unsere Gewerbegebiete aufmerksam machen.

Wir werden uns auf allen Ebenen dafür einsetzen, dass die Verkehrsverbindungen, insbesondere für Berufspendler, endlich verbessert werden.

 

 

Nächster Abschnitt des Wahlprogramms: